Die Pränataldiagnostik

Bei Müttern ab dem 35. Lebensjahr wird wegen des ansteigenden Risikos für Chromosomen-Störungen eine genetische Diagnostik des Kindes empfohlen.

Dazu können folgende diagnostische Verfahren angewendet werden:

Chorionzotten-Biopsie:

Hierbei wird in der 11.-13. Schwangerschaftswoche mit einer dünnen Hohlnadel durch die Bauchdecke punktiert und Placentamaterial gewonnen. Das vorläufige Ergebnis der genetischen Untersuchung ist am nächsten Tag, das endgültige Ergebnis 14 Tage später bekannt.

Da diese Untersuchung in eine noch störanfällige Phase der Schwangerschaft fällt, wird das Risiko einer Fehlgeburt mit bis zu 4% angegeben. Zu dieser Untersuchung überweise ich in ein Pränatalzentrum (z.B. Dr. Weiß und Kollegen Meckenheim-Bonn-Neuwied).

Amniocentese (Fruchtwasserpunktion):

Hierbei wird in der 16. Schwangerschaftswoche eine Hohlnadel durch die Bauchdecke geführt und Fruchtwasser entnommen. Das Ergebnis der genetischen Untersuchung ist 2 Wochen später bekannt; als Privatleistung kann ein sog. "FISH-Test" ein vorläufiges Ergebnis am nächsten Tag erbringen.

Das Risiko für eine Fehlgeburt liegt bei 0,5 - 1%. Die Untersuchung kann in unserer Praxis durchgeführt werden.

Die Entscheidung über eine genetische Diagnostik liegt allein bei Ihnen - treffen Sie Ihre Entscheidung ohne Druck!

Sollten Sie o.g. Diagnostik ablehnen, empfehle ich eine Ultraschall-Feindiagnostik in einem Pränatalzentrum (Bsp. s.o.) in der 22. Schwangerschaftswoche.