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Neue gesetzl. Regelung zur Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Dabei nimmt das Risiko mit dem Alter zu. Eine Rolle spielen dabei Ernährungsverhalten, familiäre Dispostion und - was vielfach völllig unbekannt ist - der Hormonmangel in den Wechseljahren der Frau: eine Hormonersatztherapie senkt die Darmkrebsrate bei Frauen um 30%!

Früh erkannt, ist Darmkrebs jedoch gut heilbar. Daher gibt es ab dem Alter von 50 ein Früherkennungsprogramm.

2 Möglichkeiten stehen dabei zur Verfügung:

der Stuhltest auf occultes, d.h. nicht sichtbares Blut ab dem 50. Lebensjahr weist blutende Polypen im Darm nach - diese können ein erster Hinweis auf eine spätere Krebserkrankung sein. Seit April steht dazu ein wesentlich einfacheres Verfahren zur Verfügung, das auf immunologischer Basis arbeitet und unabhängig ist von den Essgewohnheiten der Anwender. Außerdem ist nur noch eine Stuhlprobe notwendig. Zeigt der Test Blut an empfiehlt sich auf jeden Fall eine Darmspiegelung. Hierbei können zudem bereits Krebsvorstufen entdeckt und gleich entfernt werden.

Ab dem 55. Lebensjahr ist eine Vorsorge-Coloskopie (Darmspiegelung) empfehlenswert, denn nur so kann der Darmkrebs sicher ausgeschlossen werden. Heute werden Coloskopien in einer Kurznarkose durchgeführt, sodass die Angst vor Schmerzen bei dieser Untersuchung unbegründet ist.

Es ist bedauerlich, dass noch viel zu wenig Menschen von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen.

Mein Appell: führen Sie unbedingt die Darmkrebsvorsorge durch!

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